Mesner/ Mesnerin
BERUFSBILD
MesnerInnen, KüsterInnen, SakristanInnen - die Bezeichnung variiert von Region zu Region - kümmern sich um alle praktische Belange in einer Kirche. Sie schaffen die Rahmenbedingungen, damit würdig Gottesdienst gefeiert werden kann. Sie wirken etwa durch das Bereiten der liturgischen Gewänder, Bücher und Geräte sowie des Altares an der Gestaltung der Gottesdienste mit. Sie sorgen für den Blumenschmuck und das Glockengeläut, verteilen die Gesangbücher und organisieren die Kollekte. Sie stellen sicher, dass Heizung, Lüftung, Beleuchtung und die Mikrofone funktionieren, und sie kümmern sich um die Reinigung der Kirche. Kurzum: Sie sind für alle organisatorischen Fragen rund um die und in der Kirche zuständig. Häufig sind sie AnsprechpartnerIn für KirchenbesucherInnen und Gemeinde- mitglieder. Abhängig von den persönlichen Fähigkeiten sind sie manchmal auch HausmeisterIn oder OrganistIn. Auch in der Betreuung der MinistrantInnen, als LektorIn, VorbeterIn, KommunionhelferIn oder im Pfarrbüro können sie wirken.
Die Anfänge dieses Dienstes reichen bis in die Frühzeit der Kirche zurück. Bereits Mitte des 3. Jh. wird berichtet, dass es in Rom "Ostiarier" (von ostium = Tür), als Türhüter, an Kirchen gab. Im Laufe der Zeit entwickelten sich hieraus mehrere, auch heute noch je nach Region verschieden verwendete Bezeichnungen: "Küster" (von custos = Wächter, Hüter), "Mesner" (von mansio = Wohnung/ Haus), "Sakristan" (von sacer = heilig), der für die Sakristei zuständig ist. Während es in früheren Jahren Männer waren, die diesen Dienst ausüben durften, so steht er heute auch Frauen offen.
VORAUSSETZUNGEN
- Zugehörigkeit zur katholischen Kirche, reges Interesse am kirchlichen Leben in der Pfarrei und Seelsorgeeinheit
- Organisatorische, instandhaltende und technische Fähigkeiten
- Belastbarkeit
- Erfahrung im Umgang mit Menschen
- Bereitschaft zur Teamarbeit
- Selbstständigkeit, Zuverlässigkeit und Diskretion
- Bereitschaft zur Fort- und Weiterbildung
AUSBILDUNG
Der Beruf Mesnerin / Mesner ist kein Lehrberuf, d. h. es gibt keine eigene Berufsausbildung speziell für diese Tätigkeit. Voraussetzung ist in der Regel eine abgeschlossene Ausbildung in einem Beruf, der der Tätigkeit als Mesnerin / als Mesner verwandt ist und organisatorische, instandhaltende und technische Fähigkeiten erworben worden sind (z. B. Ausbildung in einem Handwerk, ...). Einzelfallregelungen sind möglich; ggf. erfolgt die Einstellung nach einer Einarbeitungszeit.
Für Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger in den Dienst als Mesnerin / Mesner mit seinen spezifischen Aufgaben ist vieles ungewohnt. Aufgaben und Funktionen einer Mesnerin / eines Mesner müssen bewusst wahrgenommen und die speziellen Arbeiten müssen geklärt werden. Für diese Fragen bietet der Mesnerverband der Erzdiözese Freiburg einen Einführungskurs im Auftrag des Dienstgebers an. Vielerorts führt schlicht der oder die bisherige Mesnerin/ Mesner seine/n NachfolgerIn in den Dienst ein. Es besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an Exerzitien und Besinnungstagen.
VERGÜTUNG & ANSTELLUNG
(AVO-Entgeltordnung der Erzdiözese Freiburg) - Die Eingruppierung erfolgt nach den Tätigkeitsmerkmalen der geltenden Arbeitsvertrags- und Vergütungsordnung für den kirchlichen Dienst (AVO), die in wesentlichen Punkten an den Tarifvertag der Länder (TV-L) angelehnt ist.
Anstellungsträger ist die Kirchengemeinde (Seelsorgeeinheit). Der Beschäftigungsumfang richtet sich nach der Katholikenzahl in der Seelsorgeeinheit. Daraus können sich Vollzeit- oder Teilzeitstellen ergeben. Über die Einstellung entscheidet in der Regel das für die Vertretung der Kirchengemeinde/Seelsorgeeinheit im Rechtsverkehr mit Dritten zuständige Gremium (Stiftungsrat).
Offene Stellen finden Sie daher in den Pfarrblättern und Homepages der einzelnen Kirchengemeinden. Weiterhin sind offene Stellen in einzelnen Dekanatsblättern (nicht in jedem Dekanat vorhanden) und der Wochenzeitung des Erzbistums Freiburg, dem Konradsblatt, zu finden.
KONTAKT
Mesnerverband der Erzdiözese Freiburg: mesnerverband@gmx.de | www.mesner-fr.de
Diözesanpräses: Pfr. Robert Henrich i.R., 07633/5207
Diözesanleiterin: Barbara Janka, Oststraße 1/1, 07267/7785

